Beeindruckende Aussichten, dringende Bedürfnisse und Lexe zur Abwechslung NICHT in Panik

Einen wunderschönen guten Abend aus Hvammstangi, der coolsten Location zum Blog schreiben ever (bis jetzt)! 



Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute in Reykjavik aufgewacht. Da ich relativ schnell fertig war in der Früh (weil, seien wir ehrlich, Haare herrichten ist hier angesichts des Windes VÖLLIG nutzlos), habe ich in der Bäckerei, an der wir gestern mehrfach vorbeigelaufen sind, Frühstück besorgt. Natürlich gab es wieder schwarzen Faule-Eier-Kaffee dazu. Wo gibt es für mich eine bessere Gelegenheit, mir die Milch abzugewöhnen als hier? 😏

Die Kirche ist überall

Isländischer Humor wahrscheinlich

Frühstück


Nachdem wir alles fix und fertig gepackt hatten, haben wir uns auf den Weg zum Busbahnhof gemacht. Diesmal sind wir nicht schwarz gefahren und haben Tickets gekauft (hätten wir ja gestern auch gemacht). Irgendwo sind wir dann ausgestiegen und haben die Autovermietung gesucht. Und nicht gleich gefunden! Nein, ich bin zur Abwechslung nicht in Panik verfallen, ich habe nur gehofft, dass wir nicht auf eine Fake Autovermietung im Internet reingefallen sind. Die hatten sich einfach nur gut getarnt und so haben wir die Formalitäten mit einem höchst gelangweilten, unmotivierten Mitarbeiter dort erledigt. Wir haben ein Upgrade bekommen, d. h. der Mietwagen hat eine Klasse höher. Glücklicherweise ist es jetzt doch ein Benziner (ein bisserl billiger) und hat eine Automatik (da weiß ich noch nicht, ob ich das gut finde). Wie jedes Auto, mit dem ich fahre (mit Ausnahme von Christians Auto), muss es einen Namen haben. Da meine Schwester der Meinung ist, dass ICH immer seltsame Namen für Autos aussuche, meinte sie, dass Christian das diesmal machen sollte. Ich weiß überhaupt nicht, was an Gretl und Konstantin schlimm sein soll. 😊 Auf jeden Fall heißt unser treuer Begleiter in Island Magnus Mazdason. 😂 Das wurde gemeinsam beschlossen!

😍

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Gestatten, Magnus Mazdason


Das putzige Einkaufswagerl

Wir fuhren also zurück zum Hotel und haben das Gepäck eingeladen und nach einem kurzen Abstecher im Supermarkt sind wir losgedüst Richtung Kirkjufell. Zuerst war es noch schön sonnig, aber das Wetter wurde leider schlechter. Selbst nach 5 Minuten wurde es nicht besser. 😉 Aber es war völlig egal. Kirkjufell ist auch bei regnerischem Wetter beeindruckend. Wahnsinn! Man muß wirklich bewusst hinschauen, damit einem halbwegs klar wird, dass man da jetzt wirklich steht und diese wunderschöne Aussicht genießen kann. Christian half mir beim Adjustieren des Stativs und der W-Lan Verbindung zum Handy (Snapshot ist ein Glumpat). Dann habe ich verschiedene Belichtungszeiten mit dem Graufilter verwendet. Natürlich waren wir bei dem typischen Touristenspot, aber ein Spaziergang zum See bei dem Wetter ist nicht wirklich einladend. Da haben wir auch nur kurz einen Abstecher mit dem Auto hingemacht. Spiegelung im See war natürlich nicht drinnen, weil der Wind zu stark war (aber weit entfernt von Orkanböen, ihr wisst schon). Danach haben wir im Kaffi 59 einen Kaffee mit Aussicht getrunken (und mussten keinen Kleinkredit dafür aufnehmen). Die Kamera-Fotos sind am Ende des Posts, die habe ich nicht an diese Stelle gebracht (sie sind auch in der falschen Reihenfolge). 





Danach war die Frage, ob wir auf befestigten Straßen nach Hvammstangi fahren oder über die berühmt berüchtigten Schotterstraßen (gravel roads). Wir entschieden uns für die Schotterstraßen. Alter Isländer sag ich nur! Zum Glück hatte ich nicht soviel gefrühstückt! Die Straßen sind aber nicht nur übersäht mit Löchern, sie führen auch durch die absolute Pampa. Und was gibt es nicht in der Pampa? Richtig, Toiletten. Die holprige Fahrt macht es auch nicht besser, wenn man pinkeln müsste. Und die Landschaft ist wunderschön, aber karg. Tja, es dauerte also eine Weile, bis wir eine geeignete Stelle gefunden haben. Uff! Und ich sag nur soviel: wenn es jemandem in Irland zu irisch ist, dann ist Island nix für die Person. 😉



Gegen 18:30 Uhr sind wir dann in unserer Unterkunft angekommen. Mörk Superior Cottage, soooo cool! Wenn man Glück hat, kann man in der Bucht Wale beobachten. Ich werde morgen in der Früh die Augen offen halten. Die Nordlicht App hat vorhin vermeldet, dass es an diesem Ort eine 90%ige Chance auf Nordlichter gibt. ABER nur, wenn es nicht bewölkt ist. Ist es leider! Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. 




Sensationelle Aussicht beim Blog schreiben

Nachdem wir ja nach dem Frühstück nix mehr gegessen hatten, haben wir zuerst mal gejausnet. Und die Flasche Wein aufgemacht, die wir in einem Liquor Store gekauft haben. In Island geht man nicht einfach in den Supermarkt, sondern eben dorthin, um Alkohol zu kaufen. Hier muss man ihn nicht in ein braunes Sackerl einpacken wie in Amerika. Es gibt zwar auch bei einer Flasche Wein keinen Kredit-Alarm, aber man legt schon ein bisschen mehr dafür hin als in Österreich. 





Fakten des Tages:
1. Meine Jacke ist super (die Winterausrüstung generell, bis auf die Handschuhe, die sind ein bisserl zu dünn).
2. Die Haube passt zwar nicht zur Jacke, dafür perfekt zum Kirkjufell.
3. Ich liebe meine neue Kamera (danke Christian 😍)
4. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich hier sein kann und darf. Es ist ein Traum!
5. Manchmal hilft es auch nicht, wenn man 5 Minuten wartet. Das Wetter ist einfach wie es ist. 

Die Wettervorhersage für morgen ist ja leider auch nicht viel besser. Aber wir werden das Beste draus machen, und ich habe vor darüber zu berichten *gg*. 

Bis zum nächsten Mal,
Lexe & Christian

PS: Der Wind war zwar stärker heute, aber von orkanartigen Böen war nix zu bemerken.
PPS: Das Auto ist jetzt super-schmutzig. 

























Kommentare

  1. Wow! Super Bilder Alexandra.
    Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß.
    LG,
    Claudia

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