Wasserfall-Alarm, Warmwasser-Wacken und Essen in einem malerischen Örtchen
Hallo zusammen aus Djúpivogur!
Wir sind also offiziell an der Ostküste angekommen. Zum Glück mussten wir heute in der Früh das Auto nicht ausschaufeln, die Scheiben waren aber vereist.
Heute dürfen sich die Wasserfall Fans wieder auf Fotos freuen.
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| Vereiste Scheiben |
Unser erstes Ziel des Tages war wieder einmal ein Wasserfall. Auf den Tipp unseres Hosts sind wir nicht von der gleichen Seite zugefahren wie gestern, sondern von der anderen. Wir waren die Ersten am Parkplatz! Nach einem wirklich kurzen Marsch (zum Vergleich: heute ca. 9.000 Schritte, gestern kanpp 28.000) konnten wir den Dettifoss bewundern. Dieser Wasserfall hat die Besonderheit, dass bei entprechender Sonneneinstrahlung ein Doppelregenbogen entsteht. Dazu braucht man allerdings, genau, die Sonne. Die wollte aber zuerst nicht so recht. Allerdings war uns das Glück hold. Wir waren dann zum richtigen Zeitpunkt genau am richtigen Ort. Super beeindruckender Wasserfall, ist aber auch der mächtigste Wasserfall Islands!
| Dettifoss |
| Der Doppel-Regenbogen |
Und weil man ja nie genug Wasserfälle haben kann, ging es gleich weiter zum nächsten. Allerdings lag der Rjúkandafoss am Weg und quasi an der Straße und ist immerhin der zwölfthöchste Wasserfall in Island. Dieser Wasserfall war durchaus ein bisschen anders als die anderen, aber auch sehr schön.
Danach ging es zum Aufwärmen in die Vök Baths. Das war richtig cool. Es gibt drei Pools, der wärmste davon hat 41 Grad. Und dann gibt es dort den See, der heute 10 Grad hatte. Christian hat es ausprobiert, ich bin lieber im warmen Wasser herumgewackt. Dort haben sich zwei Amerikaner mit zwei Isländern unterhalten. Da die sehr gesprächig waren, habe ich gleich meine doofe Frage angebracht, wie man in Island jemanden kennenlernt. Und die einfache Antwort war, man trifft sich in der nächsten Stadt und macht Party. Die Isländer checken auch den Verwandtschaftsgrad. Das Pärchen hatte eine 9 auf einer Skala, d.h. sie sind nicht allzu verwandt. Und wie das mit dem Einkaufen geht, wissen wir jetzt auch. Die Milchwägen, die die Milch abholen, die haben quasi einen kleinen Einkaufsladen mit. So kommen die Leute zu den nötigsten Dingen. Lustigerweise machen die beiden im Februar Urlaub in Speiereck. In dem Bad war übrigens sonst nicht wirklich viel los und uns wurde auch kein Handtuch geklaut.
Und weil mir gerade schön warm war, sind wir gleich zum nächsten Wasserfall gefahren. Den Fardagafoss hatte uns die spanische Kellnerin im Bad empfohlen. Man kann hinter den Wasserfall in die Höhle gehen, nachdem man ca. 30 Minuten doch ein bisschen steiler hinaufhatscht. Haben wir dann allerdings nicht gemacht, weil da ist man garantiert patschnass danach, und das ist dann 30 Minuten bei der Kälte wahrscheinlich höchstgradig unlustig.
| Egilsstaðir (eine Stadt mit 2500 Einwohnern) |
Weil mir schon wieder kalt war, war ich ganz froh über die Fahrt nach Seyðisfjörður, wo ich mich im Auto mit der Sitzheizung wieder aufgewärmt habe. Um dorthin zu kommen, mussten wir durch eine Art Paß-Schlucht fahren, die verschneit war. Die Straße war aber geräumt! In diesem Tal gibt es auch ein Familienskigebiet. Seyðisfjörður hat einen Regenbogenweg in Richtung Kirche und die Häuschen spiegeln sich im See, also sehr fotogen. Die spanische Kellnerin hatte uns auch ein Sushi-Lokal dort empfohlen und dort haben wir dann wunderbar gespeist. Allerdings heizen die Isländer kaum ein (auch in den Unterkünften drehe ich als erstes mal die Heizung hoch), weswegen mir dort auch kalt war. 😜
| Das Skigebiet |
Wir hatten aber eh einen weiten Weg bis zur Unterkunft, und da wurde dann wieder die Autoheizung genutzt. Die Anfahrt führte über den Öxi, eine Pass-Straße (angeblich brauchen die Fahrer gute Nerven). Das war sogar mir fast zu irisch! Bei Tageslicht hätten wir sicher tolle Aussichten gehabt. Aber die Gravel Road und die Dämmerung machten es etwas unlustig zu fahren. Dann sind da auch noch die Schafe, die mitten auf der Straße rumspazieren. Ich war wirklich heilfroh, als wir endlich in unserer Unterkunft angekommen sind.
Im Moment haben wir eine Polarlicht Wahrscheinlichkeit von 21 %. Mal schauen. Morgen müssen wir früh raus, weil wir eine lange Strecke bis Jökulsárlón fahren müssen.
Bis bald,
Lexe & Christian


























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