Hallo aus Akureyri!
Heute morgen sind wir mit einem tollen Blick aus dem Fenster aufgewacht, weil wir die Vorhänge in dem süßen Cottage nicht zugezogen haben. Wal haben wir trotzdem keinen gesehen.
Da der Wind die ganze Nacht um das Häuschen gepfiffen hat und die Voraussage war, dass er in der Gegend noch stärker werden soll, haben wir die erste Planänderung gemacht. Wir sind also nicht zum Hvítserkur gefahren, sondern gleich zum Kolugljúfur canyon. Dieser ist nach der Trollfrau Kola benannt, die den Canyon angeblich gegraben hat, um dort zu leben. Bei unserer Ankunft war erst ein Auto am Parkplatz, was bedeutet hat, dass ich beim Fotografieren keine anderen lästigen Touristen im Bild habe. Man würde diesen beeindruckenden Wasserfall in der Gegend irgendwie gar nicht erwarten. Es geht alles irgendwie so flach dahin und dann gräbt sich diese Schlucht nach unten. Angeblich ist es eine der 10 gefährlichsten Touristenattraktionen in Island. 😉
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| Ohne Graufilter und Langzeitbelichtung |
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| Mit Graufilter und Langzeitbelichtung |
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| Der Parkplatz |
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| Zeichen am Himmel. Was es wohl bedeutet? |

Da der Hvítserkur ja ausgefallen war, hatten wir beschlossen uns auf die Suche nach dem Bergarfoss zu machen, denn der sollte ganz in der Nähe der Trollschlucht sein. Es gibt allerdings keine Schilder und wir sind den Angaben einer Bewertung auf Google gefolgt. Wir fanden uns auf einer 4x4 Straße wieder (dafür braucht man Allrad, haben wir) und ich musste zwei Schafgitter aufmachen, damit wir mit dem Auto durchkommen. Bei einem Wegweiser nach Dalsbrun solle man das Auto abstellen. Und dann: "There is no path, find your own, but follow the river downhill." Naja, das haben wir dann halt gemacht. Wir waren wahrscheinlich weit und breit die einzigen Menschen (bis auf die Bewohner der zwei Häuser am Hang gegenüber). Und wir waren auch beim Wasserfall ganz allein. Und der ist gewaltig! Voll schön! Vor allem, weil sonst niemand dort war. Für Influencer ist das wahrscheinlich zu beschwerlich und Buse kommen dort auch keine hin. Blöderweise hatte ich Schaf mein Stativ im Auto vergessen und musste für die Langzeitbelichtungen improvisieren. Ich habe die Kamera auf allen möglichen Steinen abgelegt. Funktioniert zwar nicht ganz so gut, wie mit dem Stativ, aber nutzt ja nix.
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| Sheep ahead |
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| Parken im Nirgendwo |
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| Die Schafe schurdeln so lustig davon |


Nach einem Windcheck, weil dieser ja in einigen Landesteilen durchaus heftig angesagt war, haben wir uns auf den Weg nach Hofsós gemacht. Dort gibt es einen "Infinity Pool". Da wir Wind und Wetter ja schon ausgesetzt gewesen sind, erschien uns wacken im Wasser als geeignetes Kontrastprogramm. Zum Glück verließ eine große Gruppe Jugendlicher gerade das Bad und es waren außer uns nur 4 - 6 andere Leute dort. Das kleine Becken hat 38 Grad, sooooo angenehm. Wenn man mal drinnen ist. Weil man muß da ja rein im Badeanzug, nachdem man komplett nackt duschen musste (wenn man das nicht tut, verstößt man gegen isländisches Gesetz). Blöderweise ist das große Becken nicht ganz so warm mit 31 Grad. Das war dann nochmal eine Überwindung aus den 38 Grad warmen Wasser raus und zum größeren Becken sprinten, in dem das Wasser zu allem Übel kälter ist. Nach ein paar hochprofessionellen Fotos im Pool, in dem man das Gefühl hat, dass man direkt über der Klippe schwimmt, sind wir wieder in das kleinere, wärmere Becken zurück, wo wir uns mit einem Ehepaar aus Deutschland unterhalten haben. Die haben uns auch noch einen Tipp für ein Bad auf unserer Reiseroute gegeben.
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| Der Infinity Pool |
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| Basaltsäulen in Hofsos |
Auf dem Weg durch den Hochpass Öxnadalsheiði zu unserer heute leider nicht so malerischen Unterkunft wie gestern, hat der Wind dann schon ziemlich angezogen. Die Bergspitzen sind dort auch schon angezuckert und ein bisserl Schnee hat sich auch bei uns in den Regen gemischt. Angekommen in Akureyri sind wir noch zum Supermarkt gefahren. Dann hat Christian die Notfall-Nudeln gekocht. Es war zwar kein Notfall, aber ich nehme die sicher nicht wieder mit nach Hause.
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| E18 Apartments |
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| Christian kocht (wie immer, wie manche sagen würden) |
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| Mjam! |
Wie immer hätte ich noch viel mehr Fotos. Gestern habe ich auch welche vergessen, die hole ich jetzt hier nach.
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| Haube passt perfekt zum Kirkjufell |
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| Lexe in action |
Durch die Scheibe kann ich übrigens nicht mehr fotografieren, weil das Auto jetzt so dreckig ist. 😉
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| Schmutziger Magnus Madzdason (habe noch keine Waschanlage gesichtet) |
Bis morgen,
Lexe & Christian
PS: Die Ampeln in Akureyri sind herzig und man könnte Mozartkugeln kaufen.
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