Winter und Herbst an einem Tag

Hallo aus Grimstunga!

Für alle, die heute auf einen Wasserfall warten, gibt es heute eine kleine Enttäuschung. Aber morgen dann wieder. 😉



Wir sind heute um 8 Uhr von unserer Cabin im Nirgendwo aufgebrochen und zum Viti Krater gefahren. Dieser Krater gehört zum Vulkan Krafla, der 1984 das letzte Mal ausgebrochen ist. Der Viti Krater ist bekannt für sein türkises Wasser (bei Sonnenschein). Wir hatten ein Mix aus Schneefall und Sonnenblinzlern. Auf jeden Fall war es gscheit kalt. 

Krafla Shower oder endlose Dusche





Viti Krater mit Vulkan Krafla im Hintergrund









Da wir ja nicht auf Touristennepp reinfallen, sind wir statt zu den Hvervir geothermischen Quellen mit Touristenbusen zu den Leirhnjukur Lava Feldern gefahren, die nur 5 Minuten vom Viti Krater entfernt sind, und wo wir wieder fast alleine waren. Aber hatschen mussten wir halt. Und es ist ein furchtbarer Gatsch dort, und man muss aufpassen, dass man auf den Holzplanken, die auch teilweise gebrochen sind, nicht ausrutscht. Da wäre man gscheit dreckig. Es müffelt auch wieder extrem nach faulen Eiern, aber es war trotzdem cool.















Danach haben wir die Jahreszeit gewechselt und sind in den Herbst nach Asbyrgi, die Hufeisenschlucht, gefahren. Angeblich hat Sleipnir, Odins achtbeiniges Pferd, hier seinen Hufabdruck hinterlassen:
"Das schnellste Pferd von allen jagt, angetrieben durch seinen Reiter, über die weißen Weiten der Arktis. Plötzlich stolpert Sleipnir, droht zu stürzen, kann sich nur durch einen Ausfallschritt halten. Einer seiner acht Hufe tritt in die Erde im Norden Islands. Es bleibt: Ásbyrgi, die Hufeisenschlucht, Hauptstadt des verborgenen Volkes. So muss es gewesen sein, jede andere Erklärung wären zu profan" (Quelle). Wie auch immer diese Schlucht entstanden ist, sie ist großartig. Zuerst sind wir mit dem Auto hineingefahren und zum See am Ende spaziert. Da die Bäume (ja, hier gibt es zur Abwechslung mal Bäume, die sind ja ähnlich selten wie Klos) sich schon verfärben anfangen, ist es ein traumhaftes Farbenspiel. Vom Visitor Center (das zur Abwechslung quasi wirklich eines ist mit Toiletten) sind wir dann zu Fuß der Schlucht entlang gewandert, damit wir den Ausblick von oben genießen können. Um über den Felsen hinaufzukommen, mussten wir eine steile Stiege und ein paar Steine hochklettern. War ein bisschen eine Herausforderung, aber wir sind dann sogar beim Rückweg dort auch wieder hinunter. Insgesamt war der Weg um die 7 km. Der Ausblick war wirklich toll, und die Sonne hat auch immer wieder mal durchgeblinzelt, was die Herbstfarben noch schön leuchten lässt.























Unser nächstes Ziel war Hljóðaklettar, der ehemalige Vulkankra­t­er am Ufer der Jök­ulsá. Es gibt dort Höhlen und biz­arre Fels­formationen und Basaltsäulen. Der Name (dt. Echofel­sen) rührt von dem gut­en Echo in den Fel­sen her. Der nör­dliche Kra­t­er, Rauð­hól­ar, ist vor den Gletscher­flu­t­en geschützt und als roter Aschen­kegel er­hal­t­en (den haben wir aber nur von der Weite gesehen, weil es doch schon recht spät war und es zwischendurch wieder einmal schneite. Wir wussten, dass dort etwas mit dem Echo ist, aber irgendwie haben wir das vor lauter kalt vergessen auszuprobieren. Aber die Felsformationen waren gigantisch und auch hier ein schöner Kontrast zu den gelben Bäumen (Bilder hier leider in falscher Reihenfolge).



















Eigentlich wäre heute noch der Dettifoss auf dem Programm gestanden. Wir wollten kurz vorbeifahren, weil er am Weg zur Unterkunft lag, aber es schneite und der Wind war eisig. Ich war dann auch schon hungrig und so haben wir das auf morgen vertagt. 







Jause mit Aussicht

Morgen gibt es also wieder einen Wasserfall, vielleicht auch mehr. 😊 Mal schauen, ob wir in der Früh das Auto ausschaufeln müssen. Niederschlag bedeutet aber auf jeden Fall, dass wie auch heute wieder keine Nordlichter sehen werden.

Bis bald,
Lexe & Christian




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